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SciFi und Fantasy Das Gemeinschaftsforum von PROC, Nebular, Ralf's Phantastik-Ecke und Webchronik
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Legolas Tamrat

Anmeldungsdatum: 05.01.2004 Beiträge: 2388 Wohnort: Stuttgart
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Verfasst am: 03.02.2010, 13:48 Titel: Ende und Aus für die bemannte Raumfahrt |
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Ein trauriger Rückschlag für alle, die an den Nutzen der bemannten Raumfahrt und einer "Eroberung" des Sonnensystems glaubten...
Präsident Obama hat Ende Januar die ambitionierten Pläne Bushs zurechtgerückt und die ursprünglich geplante Mond- und Marsmission abgesagt. Kein Geld für die NASA zur weiteren Verfolgung des Vorhabens. Stattdessen soll die amerikanische Raumfahrtbehörde in die kommerzielle Erschließung des erdnahem Raumes investieren.
Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Obama-streicht-Mondmission-article705460.html
Als begeisterter Science Fiction Fan habe ich schon lange den Traum begraben, wir Menschen könnten jemals die Grenzen unseres eigenen Sonnensystems erreichen, geschweige denn den Mars besuchen und dort landen. Vermutlich werden wir für immer an unseren Planeten gefesselt sein und die Wunder des Alls von hier erforschen oder bestenfalls unbemannte Sonden entsenden können.
Es stellt sich auch (realistisch betrachtet) die Frage: "Was bringt es mehrere Milliarden USD in ein Projekt zu investieren, das eine Hand voll Astronauten unter großem Aufwand und Risiko zum Maers bringt, um dort etwas im Sand zu buddeln. Jeder Punkt auf unserem Planeten, selbst die Sahara oder die Antarktis, ist lebensfreundlicher als der Mars. Warum also zieht es uns an einen Ort, wo Menschen sowieso nicht leben können?
So lange bei uns Geld nur für Dinge ausgegeben wird, die den Interessen der Mächtigen dienen - hier ist vor allem Krieg zu nennen (die USA geben allein für ihr Engagement im Irak und Afganistan 300 M$/Tag aus) - wird es keine weitere Entwicklung in der Raumfahrt geben und irgendwann werden sich nachfolgende Generationen wirklich fragen: Waren die damals tatsächlic hauf dem Mond? Das kann doch nur ei nFake gewesen sein.  |
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Herr Duck

Anmeldungsdatum: 13.08.2009 Beiträge: 13 Wohnort: Castrop-Rauxel
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Verfasst am: 03.02.2010, 18:02 Titel: |
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Natürlich kosten solche Projekte Unsummen, und der kurzfristige Nutzen ist ncht abzusehen.
Aber langfristig? Irgendwann sind die Ressourcen der Erde erschöpft, und was dann?
Und was ist mit dem wissenschaftlichen Fortschritt?
Ich finde es traurig (wenn ich auch die Gründe verstehen kann), dass alles nur nach dem Geld entschieden wird ... _________________ ”Und lieg’ ich dereinst auf der Bahre,
dann denkt an meine Guithare,
und gebt sie mir mit in mein Grab.“
(Die Ballade vom rührseligen Cowboy) |
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Pfeil des Lebens
Anmeldungsdatum: 02.06.2006 Beiträge: 68
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Verfasst am: 27.05.2010, 17:46 Titel: |
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http://www.scifi-fantasy-forum.de/viewtopic.php?p=18992#18992
Gibt nicht viel her, ich weiß, war aber mehr als vorhersehbar.
Hier auf der Erde sind tausende und abertausende Probleme zu lösen, alle wichtiger, dringender und weitaus ergiebiger für die lebenden Menschen, als den geisitigen Spaß den sich andere auf deren Kosten gerne einlagern würden.
Im begrenzten Rahmen kann wissenschaftlicher Aufwand von einem möglichen Nutzen abgetrennt werden. Bei solch extremen Missverhältnissen, wie bei einer bemannten Marsexpedition, wäre es hingegen schon Frevel. Nahezu Null Nutzen der Allgemeinheit, gegen einen ultra extremen Kosten-Aufwand, zum Vergnügen weniger Wissenschaftler. Nein die haben sich gefälligst mit Nützlicherem oder wenigstens Kostenfreundlicherem zu beschäftigen, als mit solch irrwitzigen, nutzlosen Weltraumabenteuern.
Jeglicher Transport irgendwelcher, auch noch so kostbarer, Rohstoffe rechnet sich gegen die Überwindung zweier Gravitationen nicht, nichtmal für die kostbarsten bekannten Stoffe.
Die "billige" Überwindung per Seil ist auch nur eine, nicht umsetzbare, Erfindung aus der Ecke potenzieller Auftragsprofiteure. |
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Uschi Zietsch

Anmeldungsdatum: 06.08.2005 Beiträge: 330 Wohnort: Unterallgäu
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Verfasst am: 28.05.2010, 09:02 Titel: |
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Na ja, Obama hat die Pläne lediglich hintenangestellt und verschoben.
Außerdem bleibt er ja höchstens 8 Jahre im Amt (davon sind schon 2 um), sodass sein Nachfolger alles wieder ändern kann.
Also wo ist das Problem?
Momentan sind die technischen Entwicklungen sowieso weit hinten. Wir stecken mehr als in den Kinderschuhen (auch geistig, siehe Atomkraft-nein danke; mit Dampfmaschinen aber kann man halt nicht ins All), und seit der ersten Mondlandung hat sich weiß Gott nicht viel getan.
Darauf zu hoffen, Ressourcen von woanders her zu holen, ist doch beim derzeitigen Stand pure Science Fiction. Weder haben die Planeten des Sonnensystems was zu bieten, noch haben wir bisher überhaupt irgendwas gefunden, das für uns von Nutzen sein könnte und wir nicht selbst haben. Außerdem gibt es auf Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende genug Möglichkeiten zur (erneuerbaren) Energiegewinnung hier auf der Erde, sie werden nur durch Öl- und andere Konzerne unterbunden. Das mit den erschöpften Ressourcen ist urban legend, da sie nicht nutzbringend verwendet werden. Wenn ich bedenke, dass Dörfern untersagt wird, autark zu werden durch Biogas-Stromerzeugung, und so weiter ... also wirklich. Energie hätten wir en masse, nur dürfen wir die günstigen Gewinnungsarten nicht einsetzen, weil der Staat dadurch eine Menge Steuern verliert und die Großkonzerne ihre Margen.
Insofern ist die Raumfahrt allerdings derzeit ein reiner Spaßfaktor, denn kein Abbau auf einem anderen Planeten kann sparsamer sein als der Gewinn aus den eigenen Ressourcen. Angesichts der nach und nach pleite gehenden Staaten und der hohen Staatsverschuldung der USA wäre es ein Hohn, Unsummen in ein Hobby zu stecken, und mehr ist es nun mal nicht. Langfristig gesehen haben wir keinerlei Möglichkeit, irgendeinen Nutzen daraus zu ziehen, solange die Technik derart primitiv ist und sich seit Jahrzehnten nicht weiterentwickelt hat.
Auch wenn es mir persönlich sehr leid tut, aber Obama hat völlig recht. _________________ Viele Grüße,
Uschi
Mein Blog: http://blog.fabylon-verlag.de/ |
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Ijarkor Tamrat

Anmeldungsdatum: 11.01.2004 Beiträge: 1817 Wohnort: Blaustein
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Verfasst am: 29.05.2010, 12:57 Titel: Re: Ende und Aus für die bemannte Raumfahrt |
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| Legolas hat Folgendes geschrieben: | Ein trauriger Rückschlag für alle, die an den Nutzen der bemannten Raumfahrt und einer "Eroberung" des Sonnensystems glaubten...
Präsident Obama hat Ende Januar die ambitionierten Pläne Bushs zurechtgerückt und die ursprünglich geplante Mond- und Marsmission abgesagt. Kein Geld für die NASA zur weiteren Verfolgung des Vorhabens. Stattdessen soll die amerikanische Raumfahrtbehörde in die kommerzielle Erschließung des erdnahem Raumes investieren.
Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Obama-streicht-Mondmission-article705460.html
Als begeisterter Science Fiction Fan habe ich schon lange den Traum begraben, wir Menschen könnten jemals die Grenzen unseres eigenen Sonnensystems erreichen, geschweige denn den Mars besuchen und dort landen. Vermutlich werden wir für immer an unseren Planeten gefesselt sein und die Wunder des Alls von hier erforschen oder bestenfalls unbemannte Sonden entsenden können.
Es stellt sich auch (realistisch betrachtet) die Frage: "Was bringt es mehrere Milliarden USD in ein Projekt zu investieren, das eine Hand voll Astronauten unter großem Aufwand und Risiko zum Maers bringt, um dort etwas im Sand zu buddeln. Jeder Punkt auf unserem Planeten, selbst die Sahara oder die Antarktis, ist lebensfreundlicher als der Mars. Warum also zieht es uns an einen Ort, wo Menschen sowieso nicht leben können?
So lange bei uns Geld nur für Dinge ausgegeben wird, die den Interessen der Mächtigen dienen - hier ist vor allem Krieg zu nennen (die USA geben allein für ihr Engagement im Irak und Afganistan 300 M$/Tag aus) - wird es keine weitere Entwicklung in der Raumfahrt geben und irgendwann werden sich nachfolgende Generationen wirklich fragen: Waren die damals tatsächlic hauf dem Mond? Das kann doch nur ei nFake gewesen sein.  |
Ich glaube nicht, dass das langfristig gesehen so bleiben wird. Mit der Einstellung, würden wir heute immer noch auf den Bäumen hocken und vermutlich irgendwelchen Insekten dabei zugucken, wie sie das All erobern. Wenn sie uns lassen und nicht vorher alle auffressen ... .
Nein, im Ernst, ich denke, genau aus dem Grund, aus dem ein gewisser Kolumbus vollkommen sinnlos über ein Meer gesegelt ist, um auf der anderen Seite dann Amerika zu entdecken, werden wir irgendwann da rauffliegen. Die Frage, die sich für mich persönlich eher stelt ist, werde ich das noch erleben? Das ist eigentlich viel schlimmer. Geboren, als die Raumfahrt grade ihren ersten ernsthaften Erfolg gefeiert hat (knapp ein Jahr nach der ersten Mondlandung), hätte ich schon gehofft, dass ein Menschenleben reicht, um die Nachricht zu hören, dass wir den Mars erreicht haben. Aber so ist halt das Leben. Ich kann es nicht beeinflussen, also werde ich einfach mal abwarten, was passiert, und so lange auf die Science Fiction zugreifen müssen . _________________ Herzliche Grüße und ad astra
Ralf König
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Legolas Tamrat

Anmeldungsdatum: 05.01.2004 Beiträge: 2388 Wohnort: Stuttgart
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Verfasst am: 02.06.2010, 15:12 Titel: Re: Ende und Aus für die bemannte Raumfahrt |
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| Ijarkor hat Folgendes geschrieben: | Ich glaube nicht, dass das langfristig gesehen so bleiben wird. Mit der Einstellung, würden wir heute immer noch auf den Bäumen hocken und vermutlich irgendwelchen Insekten dabei zugucken, wie sie das All erobern. Wenn sie uns lassen und nicht vorher alle auffressen ... . |
Obama hat ja seine Pläne mittlerweile relativiert und faßt wieder bemannte Flüge zum Mars ins Auge. Nur noch einmal zum Mond möchte er offenbar nicht fliegen - gibt's ja auch nicht viel zu sehen. Felsen, Staub und Sand kann er sich auch von den terrestrischen Wüsten holen.
Ich bin sowieso der Ansicht, alle Weltraumorganisationen der Welt sollten sich zu einer terrestrischen Raumfahrtbehörde zusammenschließen und das All gemeinsam erobern. Ich glaube nicht, dass ein Flug zum Mars von einer Nation allein gestemmt werden kann. |
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Uschi Zietsch

Anmeldungsdatum: 06.08.2005 Beiträge: 330 Wohnort: Unterallgäu
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